Rassenbeschreibung
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Rassenbeschreibung


Kamerunschaf

Das Kamerunschaf ist eine Nutztierrasse aus Westafrika. Es gehört zu der Rasse der Haarschafe, daher sieht es den bei uns üblichen Wollschafen nicht sehr ähnlich. Statt Wolle trägt es ein dichtes Haarkleid. Im Herbst bildet sich zusätzlich reichlich Unterhaar, das nach dem Winter wieder abgestoßen wird. Eine Schur ist weder erforderlich, noch möglich.

Kamerunschafe sind sehr fruchtbar. Durch ihre asaisonale Brunst lammen sie in aller Regel zweimal im Jahr. Die weiblichen Tiere sind ab einem Alter von. 5-6 Monaten geschlechtsreif (Böcke ab 4-5 Monate). Sie sollten jedoch erstmals im Alter von 14 bis 17 Monaten nach einer Tragezeit von ca. 150 Tagen lammen. Die Geburt vollzieht sich fast ausnahmslos ohne fremde Hilfe recht problemlos. Es werden ein bis zwei Lämmer geboren. Die Muttern sind sehr fürsorglich und säugen die Lämmer oft bis zur Geburt der nächsten Lämmer nach ca. sechs Monaten.

Bocklämmer sind im Alter von acht bis zehn Monaten schlachtreif und bringen dann ausgeschlachtet 10 bis 16 kg auf die Waage. Das Fleisch ist äußerst wohlschmeckend und daher begehrt.

Alles in allem sind Kamerunschafe recht robuste und trotz ihres etwas exotischen Aussehens auch in unseren Breiten eine wirtschaftliche Landschafrasse. Zudem haben sie aufgrund ihres ansprechenden Äußeren (es gibt sie in schwarzbraun, schwarz, braun/schwarz gescheckt ) einen hohen Zierwert. Ihr angenehmes Sozialverhalten tut ein übriges, so dass man ihnen gerne und oft zuschauen mag.

Haltung/Fütterung
Kamerunschafe werden auf Koppeln gehalten. Es sollte ihnen ein Unterstand als Schutz gegen Niederschläge zur Verfügung stehen. Bei Winterlammung (wenn der Bock immer bei der Herde steht) empfiehlt sich ein guter Stall. Die Schafe benötigen bei gutem Weidegang kein Zusatzfutter.

Als Winterfutter genügt gutes Heu. Lediglich bei Winterlammung sind Kraftfutterzugaben empfehlenswert. Eine Altbrotzufütterung führt sehr schnell zu einer stärkeren Verfettung der Schlachtkörper. Leckschalen mit Mineralfutter oder mineralisierte Lecksteine werden zu jeder Jahrszeit gern angenommen.